Bericht vom ADFC Fahrrad-Reparaturkurs für Anfänger am 16., 23. und 30. März 2007:
Des isch ja grad schad
Dieser Satz fiel, nachdem Klaus Größler die 9 Teilnehmerinnen am ersten Abend des ADFC-Fahrradreparaturkurses 20007 aufforderte, an ihrem intakten Fahrrad das Hinterrad auszubauen und den Mantel und Schlauch zu trennen. Nun ja, wir wollten ja gerade dies lernen, also ging es daran, die Hinterbremse zu lösen, den Schnellspanner aufzumachen, die Kette zu heben und das Hinterrad herauszunehmen. Dies war eigentlich ganz einfach. Selbst den Schlauch von einem unplattbaren und ziemlich unelastischen Mantel zu trennen, schafften wir.
Weit schwieriger war das Wiedereinbauen. Hier standen wir vor einem fast unlösbaren Problem: Wie kommt die Kette wohl wieder auf die Ritzel und auf das Schaltwerk? Nach einigem Probieren und gegenseitiger Hilfe geben war dann doch Klaus Größler derjenige, der bei den meisten Teilnehmerinnen diesen Part übernahm.
Am 2. Abend die volle Teilnehmerzahl: Nämlich 13. Heute hatten sich Klaus Größler und Katrin Voss-Lubert ausgedacht, uns das Schlauchflicken beizubringen. Zum Glück (ansonsten hätten wir die gesamte Prozedur des 1. Abends wiederholen müssen) hatten sie genügend ältere Schläuche mitgebracht, die bereits ein oder mehrere Löcher hatten. An diesen versuchten wir uns. Waren die Löcher entdeckt, wurde die Stelle grosszügig mit Schmirgelpapier aufgerauht, mit Gummilösung bestrichen, abgewartet, bis diese trocken war, der Flicken darauf gesetzt und angedrückt. Eine Teilnehmerin schaffte es allerdings doch, den Flicken direkt neben das Loch zu setzen. Nun, Klaus Größler und Katrin Voss-Lubert gaben auch hier Trost und Tips, wie dies künftig nicht mehr passieren kann.
Am 3. Abend noch 8 Teilnehmer. Heute ging es um die Kette: Korrektes Reinigen und Schmieren waren angesagt, darüber hinaus das Messen, ob die Kette ausgetauscht werden sollte.
Zusätzlich konnten wir üben, eine Kette zu trennen und anschließend wieder zusammenzusetzen. Mit einem Kettennieter wurde der Kettenbolzen entfernt und wieder verschlossen. Eine Aufgabe, die uns sichtlich beeindruckte, hatten doch die meisten von uns Teilnehmern noch nie ein solches Gerät in der Hand. Das tolle daran war – es gelang uns allen, allerdings stellten wir fest, dass beim Zusammensetzen sehr genau gearbeitet werden muss, damit der Kettenbolzen exakt wieder im Glied sitzt.
Neben den beschriebenen Aufgaben bekamen wir auch fachmännische Empfehlungen über:
[Monika Neidlinger, April 2007]
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Fotos: (c) Monika Neidlinger, 2007 |